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Rassekaninchenfotos - woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Erkenntnisse nach einem Jahr Rassefotografie


Introduce

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wenn Sie sich auf die Suche im Web nach Kaninchenrassefotos begeben und Sie hier und dort, evtl. samt Rassebeschreibung fündig werden, dass Sie in der Majorität sowohl überall das gleiche lesen, als auch die gleichen Bilder sehen?

Bei der Rassebeschreibung, die weitestgehend an den Standard angelehnt ist, hat man nur eine begrenzte Wortwahl, daher ähneln sich alle, nur man darf die offiziellen Ausschreibungen nicht einfach übernehmen. Was mich jedoch immer wieder verwundert, ist das Phänomen, dass es fast auch immer die gleichen Rassebilder sind, die Vereinsseiten, Rassebeschreibungen, und Züchterseiten begleiten.
Diese Bilder können ausgeschnitten sein, einen auslaufenden Rand haben, in ein Passpartout gesetzt worden, gespiegelt sein, und, und, und - technische Möglichkeiten der Bildbearbeitung gibt es zahlreiche. Manchmal sind ja zumindest manche Homepage-Ersteller so kreativ, dass sie mehrere Features nutzen, aber nichts desto trotz ist und bleibt es das gleiche Bild und vor allem ein Foto, an welchem man überhaupt keine Rechte besitzt.

Die meisten stammen entweder aus dem Standard oder aus dem Rassekaninchenkompass, und es ist eigentlich dem ZDK und dem Buchverlag zu verdanken, dass es nicht geradezu Abmahnungen hagelt. Aber wenn sich schon fremden Fotomaterials so einfach bemächtigt wird, wäre es doch eine nette Geste, wenn man zumindest den Verlag oder was auch immer damit zusammen hängt, verlinken würde. Kann ja ruhig auf einer separaten Site sein, nicht unbedingt in direktem Zusammenhang - wer weckt schon gerne schlafende Hunde? Aber selbst da sucht man oftmals vergeblich.

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Mein Anfang - Mut & Kraft aus Wut

Angora-Double

Da Angorakaninchen meine Herzensrasse sind, wollte ich für diese Kaninchen gerne eine eigene HP und ein paar vernünftige Rassefotos. Was lag näher, einen Verlag bezüglich dieses Ansinnens um Hilfe zu bitten.
Nun, Redakteure scheinen einen sehr hektischen Job zu haben und Sie lassen auch während eines Telefongesprächs keine Zweifel daran. Sie haben auch keine Skrupel, diejenigen unfreundlich und barsch zu behandeln, die Ihnen den Job sichern, nämlich den Lesern Ihrer Zeitschriften und Magazine und in diesem Falle mich!

Fotografen leben vom Abdruck und Zeigen Ihrer Bilder, es ist Ihr Beruf und auch Verlage müssen dafür zahlen, daher hatte ich mit einer Negativierung meines Anliegens bereits gerechnet.
Eine normale Absage hätte ich verstanden, kein Problem, aber die ist vom Ton doch bei weitem anders ausgefallen, als man es hätte erwarten können.
Und ich musste schmunzeln, als man mir dann auch noch die Rufnummer eines Fotografen gab, der in Ungarn lebt, so ein Telefonat kostet ja auch kaum was. ;-)

Ich war ergo mehr als bedient, und um es mal ganz profan zum Ausdruck zu bringen: "stinksauer" und "wutschnaubend"! Zwei Tage ließ ich meiner Wut freien Lauf und dann besann ich mich darauf, aus der Not eine Tugend zu machen.
Ich hatte eine Kamera, wenn auch nicht die beste, aber da sie in der Vergangenheit wenig gebraucht wurde, könnte ihr ein wenig Einsatz ja nicht schaden. Fotografisch gesehen bin ich ein Dilletant, d.h.. Motiv anvisieren und abdrücken - nur so geht's und jetzt blieb nur die Frage, wie komme ich an die Kaninchen.
Denn nicht nur die angorakaninchen.info sollte ins Leben gerufen werden, sondern auch der kaninchenchannel.net. Und für letzteren kommen alle Kaninchenrassen in betracht.

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Kaninchenfotos auf Ausstellungen

Berufsfotografen haben es wesentlich einfacher, Sie dürfen während den Ausstellungen nicht nur fotografieren, sondern Ihnen wird dafür ein separater Raum zur Verfügung gestellt, welcher fotogerecht ausgeleuchtet werden kann und die Tiere werden auch noch angetragen. Deswegen finden wir in der Fachliteratur natürlich auch grandiose Fotos, mit superstehenden Kaninchen, perfekten farblichen Hintergründen und jedem wichtigen Rassedetail.
Ein Hobbyist, als auch Liebhaber und zudem noch Nichtzüchter, mit dem Button eines Tierschutzvereins auf der Jacke, kann davon nur träumen! *seufz*

Ich wollte - und will es nach wie vor - anderen primär immer die Freude an Kaninchen vermitteln, unabhängig ob es sich um ein Rassetier handelt, oder ein Mixed-One. Es ist schön, dass es beides gibt und für beide kann man einen Faible haben. Aber bei aller Begeisterung für Rassekaninchen, ich wollte nie Fotos, in welchem das Kaninchen zu einem reinen Rasseanschauungsobjekt degradiert wird, sondern auf welchem das, bzw. gerade dieses Kaninchen mit seiner Persönlichkeit im Vordergrund steht. Ich überlasse die Rassefotografie gerne den Profis, ich nehme die Persönlichkeit und den Reiz der versch. Kaninchen. Das bedeutet, dass so eine Fotosession schon mal ein bisserl dauern kann.

Da ich schon mehrere Jahre Kaninchenausstellungen besuche und im Umkreis meines Wohngebiets auf diesen zumindest einen ungefähren Wiedererkennungswert besitze, bin ich auf den "stets besuchten" Ausstellungen angefangen. Hier kannte man mich vom Sehen, befürchtete nicht allzu viel und war zugänglich für diese Idee.

Bedenken Sie, Sie sind Gast auf einer solchen Ausstellung, d.b. der ausrichtende Verein genießt Hausrecht! Die Gesetzmäßigkeit, der Anstand und der gute Ton gebietet es, nach der Erlaubnis zu fragen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese meistens auch problemlos bewilligt wird. Manchmal kommt auch die Frage, wofür die Fotos sind, was damit gemacht wird, etc.

Erstaunlicherweise ist das Misstrauen besonders gross, wenn man erwähnt, dass man eine Homepage hat. Ich kann den Züchtern und auch der Ausstellungsleitung nur empfehlen, das Internet als Chance anzusehen und einen gewissen Mut zur Lücke zu haben. Vertrauen Sie einfach der Person, die gerne ein paar Fotos machen möchte, sicher, man kann auf die sprichwörtliche Nase fallen, aber vielleicht auch nicht!
Wenn Ihnen jemand antwortet, diese seien für den privaten Gebrauch, kann das auch eine Verwendung fürs Internet bedeuten. *zwinker*

Wir alle erinnern uns an die Berichterstattung über die 25. Bundesschau in Bremen ausgestrahlt im April 2002 unter dem Titel "Im Bann des Deutschen Riesen", welcher teilweise ein arg ironisches, spitzbübisch verlachtes Bild der Rassekaninchenzucht und der -züchter gezeigt hat.
Diese Sendung wäre bei Gelingen eine Superreklame für die ganze Kleintierzucht gewesen, es war eine Chance, die man nicht einfach ungenutzt vorüber ziehen lassen wollte. Das Fernsehen hat sich jedoch anders entschieden und ich kann mich des Gefühls im nachhinein nicht erwehren, dass hier auch keine positive, noch nicht mal rein objektive Aspekte gewollt waren. Passend war ebenso, dass kaum einer der Züchter und auch der Verantwortlichen sich im Umgang mit Medien auskannte bzw. gewöhnt war.
Aber diese Möglichkeit bot sich dem TV-Sender auch nur einmal, das nächste Mal, wenn es dieselbige nochmals geben sollte, da bin ich mit sicher, wird das anders ablaufen. Daher kann ich den Vereinen nur Mut machen, Ihre Ausstellungen immer wieder zu überarbeiten und wenn Sie der Meinung sind, Sie bieten wirklich eine tolle Ausstellung, dann öffnen Sie Tür und Tor!

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Bilder, Bilder, Bilder

Anmerkungen für Vereine & Ausstelller

Wenn Sie als Verein Ihr Einverständnis gegeben haben, erhält der Fotograf automatisch die "Carte Blanche", das heisst: nichts, aber auch gar nichts, ist vor ihm und seiner Kamera sicher. Ein Anfänger muss erst einen Blick für bestimmte Szenerien bekommen, aber jemand der schon ein paar hundert Fotos gemacht hat, weiß genau, wo welche Schwachstellen zu finden sein könnten.

Lassen Sie sich von einem großen Equipment nicht blenden. Ich fotografiere konventionell mit einer Canon EOS 500, besitze ein paar Filter und Objektive und reise mit einer riesigen Tasche an. Aber mein fototechnisches Talent lässt doch arg zu wünschen übrig und daher bin ich froh, dass meine Kamera eine Art Eigenleben zu führen scheint und so manches Bild gerettet hat.
Unterschätzen Sie Digitalkameras und deren Besitzer nicht. So unscheinbar wie diese Kameras manchmal wirken, aber die innenlebige Technik ist teilweise überragend. In so mancher Digicam stecken genauso viele, wenn nicht noch mehr Möglichkeiten, wie in einer herkömmlichen Spiegelreflex.

Ausstellung Südlohn

Wenn Sie bezüglich des "Kameratypen" unsicher sind, gehen Sie mit. Stellen Sie für Ihre Ausstellungen ein, zwei Personen zur Verfügung, die aktive Öffentlichkeitsarbeit während der Ausstellung praktizieren. Binden Sie den "Knipsenden" unterwegs in ein Gespräch ein, so erfahren Sie etwas über die Person, Intentionen, etc. und Sie können in Maßen auf die Fotos noch indirekt einwirken.
Schöner ist es für den Fotografierenden jedoch, wenn Sie ihn alleine seines Weges ziehen lassen.

Aber bitte tun Sie eines nicht; prüfen Sie nicht immer klamm heimlich, wo derjenige sich gerade aufhält, was er gerade macht, streifen ihn nicht immer wieder mit misstrauischen, verstohlenen Blicken und ähnliches. Ich kann aus Erfahrung schreiben, dass das sehr, sehr nervig ist.

Und noch eines sollte Ihnen bewusst sein, der/die Fotograf/in muss die Käfige öffnen!

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Tipps für Fotografen

Jetzt stehen Sie also vor zig Käfigreihen, haben die Erlaubnis und können anfangen.

Ja, und dann wird Ihnen auffallen, dass die Käfigreihen teilweise recht tief stehen. Es nutzt nix, entweder Sie warten auf eine andere Ausstellung und suchen sich nur die hochstehenden Käfige aus, oder Sie müssen runter mit dem ...... . Für Rückengeplagte kann eine Landesverbandsschau durchaus zu einer Art Überlebenstraining ausarten. ;-)

Blauer Wiener, aufrichtend

Natürlich bieten sich einem die schönsten Szenen immer dann, wenn die Kamera gerade nicht bereit oder die Käfigtür noch verschlossen ist. Machen Sie keine Fotos, wo Tiere hinter dem Gitter zu sehen sind. Sie werden damit niemals den Eindruck vermitteln, welchen Sie versucht haben einzufangen, obwohl die Szene so süss und niedlich dahinter war.
Allen Rassekaninchen- und Zuchtgegnern, als auch -hetzern kann ich empfehlen, ein paar Fotos nur durch und mit Gitter zu machen, sie werden mit dem Resultat sehr zufrieden sein und sind alsbald fertig!

Bevor Sie ein Kaninchen knipsen, versuchen Sie etwas über sein Naturell, seine Stimmung, seine Persönlichkeit heraus zu finden. Gestresste und ängstliche Tiere werden selbstverständlich nicht fotografiert. Nicht jedes Kaninchen ist ein großer Ausstellungsfan!
Aber da gibt es auch ganz bezaubernde Vertreter der Langohren, die für eine Abwechslung zwischendurch durchaus zu haben sind und es scheint, es macht Ihnen genauso viel Spaß, wie demjenigen hinter der Linse.

Sie werden auf Ausstellungen nicht ohne Blitz auskommen und zum Standard sollte ein Vorblitzen oder eine automatische Red-Eye-Reduction dazugehören. Bei einem plötzlichen Blitz, kneift sowohl Tier als auch Mensch reflexartig die Augen zu bzw. reagiert das Auge entsprechend und sie haben diese hübschen roten Augen, die man hinterher am PC retuschieren muss! Ein Vorblitzen oder kurzfristiges Ausleuchten lässt dem Auge die Möglichkeit sich an die neue Lichtquelle zu gewöhnen und so werden Sie keine Probleme mehr haben.

Glöckchen

Man sagt den albinotischen Tieren nach, dass Sie besonders empfindlich auf Licht reagieren. Ich habe von weißen Kaninchen mit roten Augen bis jetzt ca. 600 Aufnahmen (Stand Dezember 2002) gemacht, weder die Tiere hatten danach Schwierigkeiten, noch hatte ich mangelhafte Augenaufnahmen. Richten Sie Ihren Blitz gnädig und doch passend aus. Mit ein wenig Übung haben Sie das schnell raus!

Und noch eine Anmerkung zu anderen Rassen, vielleicht hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht. Mir persönlich ist aufgefallen, dass gerade Lohkaninchen, egal welchen Farbschlags äußerst empfindlich auf Blitz reagieren.

Lohkaninchen, fehfarbig

Haben Sie das ideale Fotomodell gefunden und sowohl das Kaninchen, als auch Sie sind begeistert voneinander und von der bevorstehenden Bildersession, dann drücken Sie ab, was das Zeug hält.
Bei einer digitalen Kamera können sie die schlechten Bilder sofort wieder löschen und bei der Filmentwicklung suchen Sie sich nur die schönsten aus. Es sollte Ihnen nicht passieren, zuwenig Filmmaterial oder zuwenig Speicherplatz mitzuhaben. Ich persönlich verknipse im Schnitt knapp 100 Fotos pro Ausstellung, davon sind ca. 40/41 passabel und evtl. 4 nach meinen Kriterien richtig gut!

Was zu Ihrer Ausrüstung auch gehören sollte ist ein Notizblock, als auch ein funktionierender Kugelschreiber. Jedes mal wenn Sie von einer Rasse und einem Farbschlag Fotos gemacht haben, schreiben Sie sich das auf. Sie werden später, wenn Sie nicht rassefest sind, sonst Schwierigkeiten haben, was denn nun welches Kaninchen war.
Machen Sie sich Notizen über die Kaninchen, wie alt waren sie, wie war die Bewertung, warum war es denn ausgerechnet dieses Kaninchen, was war so toll an ihm - warum haben sie ausgerechnet Havanna Nr. 45 ausgesucht und nicht eines der 15 anderen?

Sollte es Ihnen passieren, dass Ihnen jemand an die Hand gegeben wird, dann nutzen sie die Möglichkeit. Er kann die Käfigtür aufhalten, aufpassen, dass das Tier nicht plötzlich rausspringt - die Möglichkeit besteht fast immer, mir ist es Gott sei Dank noch nie passiert, ist ein Kaninchen allzu neugierig, beschäftigen Sie sich dann noch mal mit ihm, bis es zufrieden ist - er kann auch Notizen machen, fragen Sie ihn nach der Rasse und er kann auch mal die tragende Rolle übernehmen. Meine Kameraausrüstung ist auf Dauer schon schwer, ich bin immer froh, wenn mir da jemand hilft.

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Rassen und Farbschläge

Schwierig via Bild einzufangen, sind bspw. Satinkaninchen, ganz schlecht in der Farbe elfenbein. Ich persönlich finde, das gilt auch für Profifotos.

Als klassisches Beispiel gerade für die Satinkaninchen, möchte ich Ihnen die Fotos einer Züchterin nicht vorenthalten, die sie mir zuf Verdeutlichung des Problems "Licht und Satinglanz" zur Verfügung gestellt hat.

Copyright: Satinkaninchen
Satin, rot - ohne Blitz Satin, rot - mit Blitz, aber rote Augen Satin, rot - mit Blitz, aber rote Augen
Wolkenverhangenes Wetter - hier gleicht der Satinrammler, welcher auch noch einen ausgeprägten Kopf hat, eher einem Roten Neuseeländer. Erst durch den Blitz wird die Szenerie erhellt und das wundervoll glänzende Satinfell kommt voll zur Geltung, allerdings hat der Rammler nun rote Augen. Rote Augen auf Fotos sind zwar unschön, aber sie gehören zu den kleinen Fehlern, die man beseitigen sollte und welche sich dank moderner Technik und Programme problemlos retuschieren lassen.

Ein weiteres Problem sind die Widderrassen, wenn Sie sich beispielsweise nur für Kopfstudien entschieden haben, lässt sich im nachhinein kaum ersehen, um welchen Widder es sich denn nun handelt. Da müssen Sie variieren und ja, Sie werden Lehrgeld in Form von Rückschlägen zahlen müssen. Aber die nächste Ausstellungssaison kommt bestimmt!
Bei den verschiedenen Widderrassen kann ich Ihnen anraten, die Kopfportraits auf Ausstellungen weg zu lassen, und das Tier zuzüglich Umgebung zu fotografieren, d.h. zu versuchen, dass Tier unter den gegebenen Situationen stressfrei ins Verhältnis zu setzen. Ein praktischer und fast immer vorhandener Maßstab ist der Futternapf.

Welcher Widder ist das?
Welcher Widder ist das?

Zeichnungsreiche Tiere sind immer sehr beliebt und egal ob es sich um Silberkaninchen, Schecken der versch. Rassen, Holländer, usw. handelt. Es ist teilweise sehr schwierig, schwarz, eisengrau, blau, braun, havanna, etc. aufs Foto unterscheidbar zu bannen. Völlig daneben wird das Unterfangen gehen, wenn Sie die Bilder auf versch. Ausstellungen machen.
Wenn Sie unterschiedliche Farbschläge aufzeigen wollen, die farbverwandtschaftlich nah beieinander liegen, dann versuchen Sie es auf der gleichen Ausstellung unter gleichen Lichtverhältnissen. Besonders interessant in diesem Zusammenhang sind Clubschauen, dort werden zahlreiche Tiere einer Rasse in mannigfaltigen Farbschläge dargestellt und sie stehen alle in der gleichen Ausstellungsräumlichkeiten und daraus resultierend, haben Sie auch die gleichen Lichtverhältnisse!

Aus meinen Erfahrungen kann ich schreiben, dass bei Clubausstellung oftmals eine ganz andere Atmosphäre herrscht, die ausstellende Züchtergemeinschaft ist sich ähnlich familiären Verhältnissen zugetan und wenn diese Gemeinschaft Ihnen auch noch wohlgesonnen ist, dann können Sie Fotos der Extraklasse schießen!
Dann wäre es überhaupt kein Problem, versch. Farbschläge einer Rasse neben einander zu setzen, es sind ja genügend Menschen im Umkreis, die bei Streitigkeiten sofort eingreifen können und Züchter kennen Ihre Tiere. Niemand wird für dieses Anliegen einen dominanten Rammler oder aber eine, keine Konkurrenz duldende, Häsin aussuchen.

Die Probleme bezüglich Farben und Rassen sind recht zahlreich, Sie werden damit Ihre Erfahrungen machen und so manches Projekt, welches Sie sich vorgenommen haben, von welchem Sie überzeugt waren, lässt sich in der Praxis manchmal nicht so leicht und schon gar nicht schnell umsetzen.

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Rasseprojekte

Sie haben nach einer Ausstellungssaison zig Fotos und wundern sich, dass irgendeine Rasse plötzlich überwiegt? Zum einen kann es daran liegen, dass best. Rassen einfach zahlreich vertreten sind, aber es kann auch aus einer persönlichen, nicht bewussten Vorliebe resultieren. Vielleicht wird Ihnen jetzt spätestens klar, dass Sie einen besonderen Faible für diese oder jene Rasse haben? Und nun reift in Ihnen langsam das Projekt, eine Art Rassedokumentation zu machen?

Katalog

Sie sollten auf Ausstellungen immer einen Katalog erwerben, sofern er angeboten wird. Wenn Ihnen schon vor Ort eine bestimmte Rasse oder gar Farbschlag besonders gut gefällt, fragen Sie, ob der Züchter zufällig anwesend ist. Wenn er noch entsprechend nah wohnt, obwohl nah bekommt bei best. Rassen einen völlig neue Definition *lächel*, dann fragen Sie ihn, ob denn mal ein individueller Fototermin möglich wäre. Ansonsten gehen Sie den/die Kataloge durch und rufen den Züchter einfach mal an. Mehr als ein "Nein" kann nicht kommen.

Wenn Ihnen als Züchter mal so etwas angetragen wird, überlegen Sie sich Ihre Antwort gut. Derjenige , welcher Sie besucht, braucht Ihre Unterstützung. Da wird nach der Rasse gefragt, nach der Zucht, bei Kaninchenwelpen nach Gewicht und Entwicklungsstand, da müssen Tier auch mal rausgenommen werden, usw.
So ein Termin ist nicht in einer halben Stunde erledigt, sondern kann durchaus einen kompletten Nachmittag in Anspruch nehmen.

Wenn Sie Fotos privat bei Züchtern machen, wird es Ihnen oft passieren, dass es irgendwie, irgendwo auch immer was zu essen gibt, oder etwas zu trinken angeboten wird. Mir ist es erst einmal passiert, dass ich meine eigene Cola aus dem Kofferraum meines Autos holen musste, weil ich irgendwo bei nahezu subtropischen Temperaturen kurz vor dem Verdursten stand - fühlte mich schon sehr zu den Trinknäpfen der Langohren hingezogen ;-). Selbstverständlich habe ich dem Züchter auch etwas angeboten.
Gemütlichkeit und Gastfreundschaft ist ein ganz besonderes Kriterium im Rahmen der Kleintierzucht und ins Besonderem, weil ich mich in dem Bereich einfach besser auskenne, der Kaninchenzucht. Es ist keine Selbstverständlichkeit, bitte keine Erwartungshaltung, nehmen Sie Ihre Verpflegung immer selbst mit, aber es ist schon bemerkenswert, wie viel von einem eigentlich völlig fremden Menschen der eigenen Person entgegen gebracht wird!

Allen Fotografen wünsche ich solche Züchter, wie ich denselbigen für mein Angoraprojekt gefunden habe. Wenn Sie an einen solchen Menschen geraten, dann mögen vielleicht die Fotos immer noch mäßig werden, aber Sie werden eine Menge dabei lernen und eventuell von der menschlichen Seite mehr als überrascht sein!

Eine weitere Anlaufstelle für spezielle Rasseprojekte wäre der heimische Verein. Sie werden erstaunt sein, wie viele Kaninchenrassen ein Verein auf sich vereint. Versuchen Sie, entsprechende Kontakte zu knüpfen.

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Die beste Zeit für Fotos auf Ausstellungen

Kleintierzüchter sind Frühaufsteher, eine Tatsache, welche ich persönlich weder teile noch verstehen kann. Ausstellungen gehen meistens über Wochenende und Samstagsvormittag ist auf den Ausstellungen Hochsaison.
Ich habe mir bezüglich der Landeskaninchenschau des Landesverband Westfalen-Lippe am 21./22.12:2002 berichten lassen, dass die Halle in den Vormittagsstunden quasi nahezu aus allen Nähten geplatzt ist. Das ist natürlich die völlig falsche Zeit, um zu fotografieren. Die Kaninchen stehen unter Stress, auch ist der Geräuschpegel relativ unangenehm und Sie können die Kamera nicht in Ruhe justieren, weil sich ständig Menschen durch die Reihe schieben.

Die wenigsten Ausstellungen gehen bis Sonntags spät nachmittags, d. h. meistens ist so gegen 14:00/15:00 Uhr Ausstallung. Ab spätestens 13:00 Uhr wird sich die Örtlichkeit wieder unaufhörlich und merklich füllen, da wird mit den Transportkisten geklappert, die Züchter unterhalten sich über die Ergebnisse und die Tiere werden in Vorfreude auf den heimischen Stall zunehmend unruhiger. Auch keine ideale Zeit, um Fotos zu machen.

Die beste Zeit aus meinen Erfahrungswerten liegt im Spätnachmittag bis hin zum Ausstellungsende am Samstag. Ich habe auf der LV Westfalen 2003 am späten Nachmittag in aller Ruhe Fotos machen können, Menschenleere Reihen gähnten mir geradezu entgegen, es war angenehm ruhig und die Tiere recht entspannt.

Sie werden auf großen Ausstellungen verständlicherweise die meiste Rasseauswahl haben, aber der Besuch von kleinen Ausstellungen ist meistens lohnender!

Die Zahl der Kaninchen und Züchter ist übersichtlich, bei Vereinsausstellungen sind auch die meisten Züchter zugegen, eine Selbstverständlichkeit für diese Art der Ausstellungen, denn Präsenz gehört zur aktiven Vereinsarbeit!
Sie können nicht nur in aller Ruhe Ihre Bilder machen, denn für meine Begriffe ist es tatsächlich so, dass kleinere Ausstellungen einfach ein gemütlicheres Ambiente bieten, sondern Sie können die Züchter Ihrer favorisierten Rasse auch sofort ansprechen - Ihre Fragen stellen, kurz überprüfen, ob man zusammen harmonisiert und dann evtl. einen weiteren Termin vereinbaren!

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Konventionelle Fotografie und Kosten

Sie sind abends wieder daheim, ein bisserl müde, packen Ihre Ausbeute von drei/vier Filmen aus und platzen regelrecht vor Spannung und Erwartung? Eines der großen Nachteile dieser Fotografie ist eben, dass man diese Bilder erst entwickeln lassen muss.
Und diese Entwicklung kann recht teuer werden, daher lohnt der Vergleich bei versch. Geschäften.

Index für LV Westfalen 2002

Das größte Projekt welches ich bis dato fotografiert habe, war das Vergleichsscheren des Herdbuchs LV Weser-Ems am 01.09.2002.
Sieben 36er Filme wurden gnadenlos verknipst, lässt sich leicht ausrechnen, was es kostet alle samt Bilder entwickeln zu lassen. Ich mache es anders und lasse immer erst einen Index entwickeln. Dieser ist von Fachgeschäft zu Fachgeschäft unterschiedlich und auch preislich differenziert das durchaus mal um Euro 1,50. Legen Sie nicht unbedingt immer die Prämisse auf den Preis, sondern beziehen Sie auch die Qualität des Index mit ein. Denn dieser ist meist nie so deutlich wie das Originalfoto, aber nach einer gewissen zeit haben Sie schnell raus, wie die einzelnen Fotos via Index zu bewerten sind.

Und dann suchen Sie sich in aller Ruhe aus, welche Fotos Sie tatsächlich entwickeln lassen möchten. Eine Nachentwicklung ist zwar pro Bild gesehen teurer, aber ich lasse von einem 36er Film im Schnitt 15 Fotos entwickeln und spare dadurch ca. Euro 5,00-6,00 im Gegensatz zur Vollentwicklung. Bei einem Jahresvolumen von ca. 100 Filmen, eine nicht zu unterschätzende Summe.

Ich habe mal folgende Erfahrung in einem Fotofachgeschäft gemacht:
Es kamen vier Filme zur Indexentwicklung und man überließ mir den Index, aber die Filme behielt man. Der angegebene Grund lautete, dass man im Falle der Nachbestellung dann vom Stück schneiden könnte, denn tatsächlich waren alle vier Filme noch zusammenhängend und lagen als Rolle in einer Dose. Das ist natürlich nur vorgeschoben, man wollte erzwingen, dass ich die Fotos dort auch entwickeln lasse.
Ich hätte auf das Recht pochen können, mir die Filme auszuhändigen, aber ich war selbst so überfahren, dass ich nicht entsprechend reagiert habe. Das Geschäft ist noch in den Genuss gekommen, die ausgesuchten Fotos zu entwickeln, aber das war natürlich das letzte Mal, dass man mich dort gesehen hat.

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Copyright

Definieren Sie das Copyright Ihres geistigen Eigentums und Ihrer Bilder ganz genau. Wenn Ihnen meins gefällt, dann ziehen Sie sich das runter und modifizieren dieses auf Ihre eigenen Ansprüche.
Verwenden Sie Texte und Bilder anderer, egal ob es sich um HPs oder Personen handelt, vermerken Sie das entsprechend. Warum sich in Nesseln setzen, wo es völlig unnötig ist.

Und fragen Sie vorher - es ist ein Anruf, eine E-mail - kein Aufwand, kein großes Problem und in den seltensten Fällen wird Ihnen die Erlaubnis verweigert. Downloaden Sie etwas von einer Site, die eine Weiterverwendung von Bildern und Texten, sowie ich es vermerkt habe, unter gewissen Bedingungen mit einschließt, dann senden Sie eine kurze Info, wo die Bilder/Texte zu finden sind.

Ich bin immer ein Verfechter des kostenlosen Wissens gewesen und der Pflicht zur unentgeltlichen Weitergabe im Rahmen des nicht-kommerziellen Austausches.
Wenn ich meine Fotos auf meiner Homepage zeige, dann kann sich selbstverständlich jeder, der daran interessiert ist, sich diese auch auf den eigenen Rechner abspeichern, um sie sich offline ansehen zu können. Ich kann nicht verstehen, dass jemand diese Funktion sperrt, sowie ich es als Beispiel auch innerhalb dieser Ausarbeitung zur Demonstration gemacht habe. Eine solche Site kann noch so gut sein, aber das schreit nach Nichtbeachtung!
Übrigens 100%ig sicher ist so eine Sperrung nicht, für Routiniers dürfte eine Umgehung kein Problem dar stellen, aber für die Laien des Internets ist es eine unüberwindbare Hürde!

mecker - Her mit den Bildern!

Vielleicht geht es Ihnen mal so wie mir - da finden Sie auf ebay einen Anbieter, der laminierte Kaninchenschilder anbietet und darunter befinden sich auch tatsächlich Angoramotive. Natürlich ließ ich mir die Auswahl der zur Verfügung stehenden Motive zu senden und war doch recht überrascht, dass alle Motive keinesfalls vom Anbieter stammen konnten, drei von neun waren übrigens von mir. -schmunzel-

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Die eigene Homepage

Durch das Internet ist die Welt näher zusammengewachsen, daher gibt es mittlerweile unzählige Homepages. Auch muss für eine Homepage mittlerweile nicht mehr bezahlt werden, es gibt zig Möglichkeiten, eine kostenlose Webpräsenz einzurichten, die ist zwar mit Werbung behaftet, aber für eine private Site finde ich das durchaus o.k.

Ich persönlich hatte vier Gründe eine Homepage einzurichten: Autarkie, Freiheit, Informationsfluß und mein Herzenprojekt - die Angorakaninchen!

Auf meiner Homepage bin ich König und die Kaiserriege bleibt unbesetzt. Ich bin völlig unabhängig von anderen - wenn ich der Meinung bin, dass etwas unbedingt veröffentlicht werden muss, brauche ich keine Verlage, muss keine Zugeständnisse machen, kann ohne Kompromisse meine Ansichtsseite im Rahmen der allg. Gesetze kund tun und erreiche evtl. sogar mehr Menschen, als über die herkömmlichen Medien, mit Ausnahme des Fernsehens.

Ich kann mit Hilfe des Internets etwas für eine bestimmte Sache tun, so wie in meinem Falle für das Angorakaninchen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Buchverlage erneut ein Buch über diese vom Aussterben bedrohte Rasse verlegen, weil die zu erwartende Leserschaft einfach nicht vorhanden ist. Verlage sind kommerziell orientiert, ich nicht!
Daher kann ich soviel Fotos über meine Herzenstiere hochladen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, wie ich möchte. Ich kann in aller Ausführlichkeit über die Angoras schreiben, ohne dass ich gemaßregelt werde, bezüglich Anzahl der Worte, Bilderkapazitäten, oder gar unter zeitlichen Druck gerate.

Ich bekomme Kontakt zu Gleichgesinnten und Interessierten. So manchem Newbie kann geholfen, auf "Hilferufe" schnell reagiert werden, der Informationsaustausch fördert die Flexibilität und dient der Wissenserweiterung und aus so manchem fachbezogenen Schriftwechsel, ist eine richtige Freundschaft entstanden.

Das ist ein Stück Freiheit für mich, die übrigens finanziell erschwinglich ist! Ich bin völlig unabhängig und ich kann in aller Ruhe und so nach und nach meine Intention verwirklichen.
Und wenn Sie ebenfalls zu den Menschen gehören, die von Programmierungen keine Ahnung haben, die so wie ich, einen PC eigentlich nur ein- und ausschalten können, lassen Sie den Mut bei der Verwirklichung Ihres Unterfangens nicht sinken.
Es gibt Programme zur Erstellung einer HP und die Grundlagen von html kann man lernen - wenn ich es konnte, dann kann das so ziemlich jeder!

Verwirklichen Sie Ihre Projekte, haben Sie Mut - es muss nicht alles sofort perfekt sein! Schreiben Sie Ihre eigenen Texte und machen Sie Ihre eigenen Fotos - wer hat denn den Bilderklau überhaupt nötig?
Stellen Sie Ihr Wissen anderen zur Verfügung und haben Sie Spaß dabei!

A. H.-F. 11.01.2003


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